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Unternehmen sollen Aufträge an Behinderte vergeben
ThüringenErfurt(epd). Thüringens Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU) hat an die Unternehmen und Behörden im Freistaat appelliert, mehr Aufträge an Behindertenwerkstätten zu vergeben. Bei einer Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen profitierten die Auftraggeber nicht nur von der Vielfalt der angebotenen Leistungen, erklärte Lieberknecht am 25. Februar in Erfurt. Sie könnten dadurch auch die Ausgleichsabgabe verringern oder ganz vermeiden, die für die Nichtbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu zahlen ist.
Damit rechne sich die Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten auch wirtschaftlich, betonte die Ministerin. Voraussetzung für eine Anrechnung der Leistungen auf die Ausgleichsabgabe ist den Angaben zufolge die Vergabe der Aufträge an anerkannte Werkstätten. In den 30 Behindertenwerkstätten in Thüringen sind etwa 8.000 Menschen mit Behinderungen tätig. Für den Ausbau und die bedarfsgerechte Ausstattung der Einrichtungen habe der Freistaat seit 1991 insgesamt 180 Millionen Euro bereitgestellt, hieß es weiter.
epd-Wochenspiegel/Ost 10/2009
5.März.2009
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