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Einschnitte für Behinderte befürchtet
Sächsiche DiakonieDresden (epd). Die Diakonie in Sachsen befürchtet ab 2010 Einschnitte bei ambulanten Diensten und Beratungsstellen für Behinderte. Grund sei die Förderrichtlinie "Teilhabe" des sächsischen Sozialministeriums, teilte der evangelische Wohlfahrtsverband am 4. Mai in Radebeul bei Dresden mit. Diese sehe nicht mehr eine kontinuierliche, sondern nur noch eine projektbezogene Förderung vor. Den Beratungsstellen und offenen Diensten drohe damit eine "prekäre Lage", erklärte Diakonie-Direktor Christian Schönfeld.
Behinderung ist kein Projekt
Behinderung sei kein Projekt, sondern eine lebensbegleitende Einschränkung. Behinderte bräuchten deswegen kontinuierliche, verlässlich angelegte Dienste. "Beratung, Kurzzeitbetreuung oder Frühförderung lassen sich nicht in Projektform gießen", hieß es weiter. Nach Angaben der Diakonie verweist das Sozialministerium auf die Zuständigkeit der Kreise und Kommunen bei der dauerhaften Finanzierung der Angebote. Das Land wolle nur noch zeitlich begrenzte Projekte von landesweiter Bedeutung unterstützen.
Die Diakonie appelierte an das Sozialministerium sowie die Kreise und Kommunen, eine kontinuierliche Finanzierung der Hilfsangebote für Behinderte zu gewährleisten. Am 5. Mai wird der Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen begangen. Er steht unter dem Motto "Teilhabe jetzt - Eine Gesellschaft für alle". Seit 1992 weisen Behinderte in Europa an jedem 5. Mai auf Diskriminierungen und Benachteiligungen hin.
www.diakonie-sachsen.de
epd Wochenspiegel/Ost 20/2009
14.Mai.2009
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