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Merkel sichert Arbeit mit Behinderten Unterstützung zu
Bethel-Chef mahnt mehr Jobs für Behinderte anBielefeld (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der sozialen Arbeit mit behinderten Menschen in der Wirtschaftskrise ihre Unterstützung zugesichert. Einschränkungen auf diesem wichtigen Aufgabenfeld dürfe es nicht geben, sagte Merkel am 27. April bei ihrem Besuch der von Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel. Zugleich appellierte sie an die Unternehmen, behinderten Menschen mehr Beschäftigungsangebote zu machen. Ziel müsse es sein, deren gesellschaftliche Integration so weit wie möglich voranzubringen.
Eine Behinderung müsse zudem »als Teil der Vielfalt unseres Lebens« selbstverständlich sein, betonte die CDU-Politikerin. Merkel informierte sich in Bethel über Arbeit und berufliche Rehabilitation von Menschen mit Handicap. Die Bundeskanzlerin war erstmals 2006 zum 175. Geburtstag des früheren prägenden Bethel-Leiters Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910) in Bielefeld zu Gast.
Bethel-Chef Ulrich Pohl sagte, als Folge der Wirtschaftskrise seien auch in den Werkstätten Bethels die Aufträge eingeschränkt worden. Pohl appellierte an die Kanzlerin, in der Arbeitsmarktpolitik die Menschen mit Behinderungen im Blick zu behalten. Gute Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten seien auch für sie unverzichtbar, betonte er.
Die von Bodelschwinghschen Stiftungen sind den Angaben zufolge das größte diakonische Unternehmen Europas. In den Einrichtungen in sechs Bundesländern sind rund 15 000 Mitarbeiter beschäftigt; im vergangenen Jahr wurden 100 000 behinderte Menschen betreut, beschäftigt und ausgebildet.
Internet: www.bethel.de
epd-Wochenspiegel
3.Mai.2010
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