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Gras auf dem Todesstreifen

Auf dem Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze entsteht neues Leben. Gras ist gewachsen, Blumen und Bäume! Äußerlich scheint zusammenzuwachsen was gewaltsam getrennt war. Aber mit den Blumen sind auch neue Vorurteile, neue Ängste gewachsen!
Zehn Jahre nach Grenzöffnung ist es den Christen aus den ehemaligen grenznahen fränkischen und thüringischen Gebieten um (Dekanatsbezirk) Ludwigsstadt und Probstzella (Superintendentur Saalfeld-Süd) ein Anliegen, Bilanz zu ziehen und gegenseitiges Verstehen zu fördern....
So begann der Leitartikel in Glaube und Heimat über ein bemerkenswertes und wichtiges Treffen von Christen im Jahre 1999. Als KOM-IN-Netzwerk waren wir mit einzelnen Christen aus den benachbarten evang. Kirchgemeinden an der Vorbereitung des Treffens beteiligt. In der Arbeitsgruppe Medien entstanden zahlreiche Pressemitteilungen und eine Sonderzeitung. Kontakte zu Presse, Hörfunk und Fernsehen wurden hergstellt. Die lokalen Zeitungen berichteten und im mdr-Fernsehen wurde ein Kurzbericht ausgestrahlt.
Weshalb erwähne ich das alles Jahre später? Wer schon einmal unsere Webseite betrachtet hat, ist bei der Beschreibung unserer Arbeit vielleicht schonmal auf den Nebensatz ..nicht nur für Behinderte gestoßen. Neben unseren Hauptdiensten an blinden Menschen, vorwiegend die Herstellung von
Blindenhörzeitschriften, leisten wir auch allgemeine Medienarbeit. Dazu gehört z.B. Pressearbeit für christliche Veranstaltungen wie das oben erwähnte Zelt '99. Inzwischen gehört dazu auch ein kleiner Fernsehdienst.

Kerstin Lander im Studio

Mit kina-TV (also KOM-IN-Netzwerk-Nachrichten-TV) gingen wir erstmals im Jahre 2000 im Offenen Kanal Saalfeld mit einem Bericht über das Wahrzeichen der Expo 2000 auf Sendung.
Es entwickelten sich weitere Kontakte, sodass wir
Videomaterial von oben erwähnter Veranstaltung Zelt '99 zu mehreren Fernsehbeiträgen verarbeiten konnten. Darin wird deutlich, wie Christen dies- und jenseits der ehemaligen Grenze lebten, und auch aus dem Glauben Hoffnung für eine bessere Zukunft schöpften.
2001 entstand wieder ein Kurzmagazin. Diesmal mit zwei Beiträgen, die die besonderen Belange von blinden Menschen aufgreifen: Zum Einen zeigen wir darin ein Reliefbuch der Sehenswürdigkeiten Saalfelds. Durchaus nachahmenswert für andere Städte. Zum Anderen stellen wir aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens die Anliegen des Bartimäusringes Brandenburg und des Christlichen Blinden- und Sehbehindertendienstes Sachsen vor. Bei der Produktion war interessant, wieviele Fragen solche Fernsehberichte bei nichtbehinderten Menschen hervorrufen. Das zeigt uns, wie wichtig es ist, auch im Fernsehen über die Situation von Blinden und Körperbehinderten zu berichten.

 

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Veröffentlicht am 18.06.2002 von Sorge, Jörg